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Leitsystem mit Fahrpfeilen, Farbband und Wand-Nummerierung

Verkehrsrote Fahrpfeile, umlaufendes Orientierungs-Farbband und Stellplatznummern an der Wand für maximale Lesbarkeit auch bei voller Garage.

Funktionaler Nutzen

Klare visuelle Richtungsführung und permanente Stellplatzfindung — auch bei voller Garage.

Norm-Bezug: Orientierung an StVO-Markierungslogik und Hausordnung; bei Arbeitsstätten zusätzlich ASR A1.3.

Norm-Bezug ist Planungsbezug, keine abschließende Konformitätsprüfung.

Technischer Nutzen

Hoher Sättigungs- und Helligkeitskontrast zwischen Pfeil (Signalrot RAL 3001) und Fahrgasse (Staubgrau RAL 7037). Wandnummern bleiben unabhängig von der Belegung sichtbar.

RAL-Farben & Hellbezugswerte (LRV)

BauteilRAL-CodeFarbnameLRV
FahrgasseRAL 7037Staubgrau≈ 21
StellplatzRAL 7035Lichtgrau≈ 59
WandRAL 9010Reinweiß≈ 84
WandsockelRAL 7037Staubgrau≈ 21
StützeRAL 9010Reinweiß≈ 84
StützensockelRAL 7037Staubgrau≈ 21
StellplatzlinieRAL 9010Reinweiß≈ 84
FahrpfeilRAL 3001Signalrot≈ 10
Orientierungs-FarbbandRAL 3001Signalrot≈ 10
StellplatznummerRAL 9017Verkehrsschwarz≈ 4

LRV (Light Reflectance Value, 0–100) ist Richtwert für matte Standard-Anstriche; Glanzgrad, Schichtaufbau, Hersteller und Verschmutzung können zu Abweichungen führen.

Beschreibung

In großen Tiefgaragen mit hohem Fremdverkehr (Einkaufszentrum, Mietergarage, Bürohaus mit Besucherverkehr) entscheidet die Orientierungsqualität über das Nutzererlebnis. Dieses Konzept kombiniert mehrere wirkende Elemente: dunklere Fahrgasse in Staubgrau RAL 7037, hellere Stellplätze in Lichtgrau RAL 7035, signalrote Fahrpfeile (Signalrot RAL 3001) auf der Fahrgasse und ein umlaufendes Orientierungs-Farbband an Wand und Stützen. Die Stellplatznummern werden an die Wand verlegt — sie bleiben damit auch dann lesbar, wenn die Garage voll besetzt ist und Bodennummern unter den Fahrzeugen verschwinden. Das Farbband strukturiert die Vertikalflächen und schafft eine ruhige horizontale Linie auf Augenhöhe. In Verbindung mit den Pfeilen entsteht ein in sich geschlossenes Leitsystem.

Baulix Experten-Tipp

Pfeile sparsam einsetzen: an jedem Entscheidungspunkt (Rampen­anfang, Kreuzung, Ausfahrt) sowie auf langen geraden Fahrgassen alle 20–30 m als Bestätigung. Zu enge Wiederholung wirkt unruhig und entwertet die Leitwirkung. Das Farbband auf einheitlicher Höhe ausführen (z. B. Oberkante 1,50 m).

Häufige Fragen

Warum Stellplatznummern an der Wand statt am Boden?

Bodennummern verschwinden unter parkenden Fahrzeugen. Wandnummern bleiben dauerhaft lesbar — Nutzer finden ihren Platz auch in voller Garage sofort.

Wofür dient das umlaufende Farbband?

Das Farbband ist ein gestalterisches Leitsystem-Element. Es verbindet alle Vertikalflächen visuell, schafft eine Augenhöhen-Linie und reduziert die wahrgenommene Lautstärke der Wandfläche.

Sind farbige Pfeile nach StVO erlaubt?

Tiefgaragen sind in der Regel privater Verkehrsraum — die StVO gilt nicht unmittelbar, der Betreiber legt Markierungen über die Hausordnung fest. Auf öffentlich gewidmeten Verkehrsflächen gelten die Regelungen der StVO/VwV-StVO; rote Richtungspfeile sind dort gesondert zu prüfen.

Technischer Systemkontext

Die Auswahl des Beschichtungssystems erfolgt projektbezogen anhand von Untergrund, mechanischer und chemischer Beanspruchung, Rissbildung, Rutschhemmung sowie den Vorgaben des Herstellers — nicht anhand von Farbgebung oder gestalterischem Konzept. Welche OS-Klasse passt, ergibt sich aus der bauphysikalischen Situation und dem Nutzungsprofil. Vor Ausführung verbindliche Bemusterung am Bauteil und Freigabe durch Planer und Hersteller einholen.

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Verbindliche Bemusterung erforderlich

Die Darstellung dient der visuellen Orientierung. Eine verbindliche Bemusterung am Objekt mit dem gewählten Beschichtungssystem ist zwingend erforderlich. Farbwirkung, Lichtverhältnisse und Untergrund können vor Ort von der 3D-Vorschau abweichen.

Das Farbkonzept ist eine gestalterische und funktionale Planungshilfe. Es ersetzt keine objektbezogene Prüfung von Landesbauordnung, Garagenverordnung, Brandschutzkonzept, Arbeitsstättenrecht, Barrierefreiheitsanforderungen, Beleuchtungsberechnung, Rutschhemmung und Herstellervorgaben des Beschichtungssystems.

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