Sehr heller Boden — Stellplätze in Verkehrsweiß RAL 9016, Fahrgasse leicht abgesetzt in Lichtgrau RAL 7035 — sockelloses Wand-Konzept und dunkle Markierungslinien für maximale Helligkeit und subjektives Sicherheitsempfinden. Der türkise Sicherheits-Pfad führt zum Ausgang.
Verbessert Übersichtlichkeit und kann subjektives Sicherheitsempfinden unterstützen. Reduziert Beschwerden in Bestandsgaragen.
Norm-Bezug: DIN 67528 (Beleuchtung von Parkbauten) — Lichtberechnung projektbezogen.
Norm-Bezug ist Planungsbezug, keine abschließende Konformitätsprüfung.
Negative Markierung (Verkehrsschwarz RAL 9017 auf Verkehrsweiß RAL 9016) erreicht sehr hohen Kontrast. Sockelloses Konzept erzeugt einen homogenen Lichtraum.
| Bauteil | RAL-Code | Farbname | LRV |
|---|---|---|---|
| Fahrgasse | RAL 7035 | Lichtgrau | ≈ 59 |
| Stellplatz | RAL 9016 | Verkehrsweiß | ≈ 89 |
| Wand | RAL 9010 | Reinweiß | ≈ 84 |
| Wandsockel | RAL 9016 | Verkehrsweiß | ≈ 89 |
| Stütze | RAL 9010 | Reinweiß | ≈ 84 |
| Stützensockel | RAL 9016 | Verkehrsweiß | ≈ 89 |
| Stellplatzlinie | RAL 9017 | Verkehrsschwarz | ≈ 4 |
| Stellplatznummer | RAL 9017 | Verkehrsschwarz | ≈ 4 |
| Fußgängerpfad | RAL 6027 | Lichtgrün | ≈ 47 |
LRV (Light Reflectance Value, 0–100) ist Richtwert für matte Standard-Anstriche; Glanzgrad, Schichtaufbau, Hersteller und Verschmutzung können zu Abweichungen führen.
In Tiefgaragen ohne Tageslicht hat die Helligkeit großen Einfluss auf das Sicherheitsempfinden — und damit auf Akzeptanz, Vermietbarkeit und Beschwerdezahlen. Dieses Konzept maximiert die Reflexion: Stellplätze in Verkehrsweiß RAL 9016, die Fahrgasse minimal in Lichtgrau RAL 7035 abgesetzt für Lesbarkeit. Wand und Stütze in Reinweiß ohne abgesetzten Sockel — die Sockel laufen in der Bodenfarbe weiter und „verschwinden". Statt weißer Stellplatzlinien werden schwarze T-Linien als „negative Markierung" eingesetzt — auf hellem Boden sind weiße Linien unsichtbar, dunkle Linien hingegen scharf lesbar. Ein durchgehender Fußgängerpfad in Lichtgrün RAL 6027 führt psychologisch beruhigend in Richtung Aufzug und Ausgang. Erfahrungsgemäß wirkt ein heller Boden mit hoher Reflexion subjektiv deutlich heller als die gemessene Lux-Zahl — ein hervorragender Hebel für Wohnanlagen mit Beschwerden über „dunkle Garage" und für Frauen-/Familien-orientierte Vermarktung.
Ja. Entscheidend ist der Helligkeitskontrast, nicht die Markierungsfarbe an sich. DIN 67528 fordert eine ausreichende visuelle Erkennbarkeit; die Farbtonwahl ist nicht festgelegt.
Ja — und das ist der zentrale Schwachpunkt sehr heller Bodenkonzepte. Reifenabrieb, Bremsstaub, Streusalz- und Ölspuren zeichnen sich auf weißen oder sehr hellen Flächen sofort sichtbar ab und führen ohne konsequente Reinigung schnell zu einem unsauberen Gesamtbild. Helle Böden verlangen daher zwingend ein verbindliches Reinigungs- und Pflegekonzept (Intervalle, Maschineneinsatz, Reinigungsmittel) sowie eine realistische Bewertung, ob Betreiber und Nutzer dieses Niveau dauerhaft tragen. Die Wahl des Beschichtungssystems (OS-Klasse) richtet sich ausschließlich nach Untergrund, Beanspruchung und chemisch-mechanischen Anforderungen — nicht nach der Bodenfarbe.
Das Einsparpotenzial gegenüber dunkleren Bodenfarben kann erheblich sein, ist aber stark projekt- und planungsabhängig. Verbindliche Aussagen ergeben sich nur aus einer projektbezogenen Lichtberechnung mit den tatsächlichen LRV-Werten.
Die Auswahl des Beschichtungssystems erfolgt projektbezogen anhand von Untergrund, mechanischer und chemischer Beanspruchung, Rissbildung, Rutschhemmung sowie den Vorgaben des Herstellers — nicht anhand von Farbgebung oder gestalterischem Konzept. Welche OS-Klasse passt, ergibt sich aus der bauphysikalischen Situation und dem Nutzungsprofil. Vor Ausführung verbindliche Bemusterung am Bauteil und Freigabe durch Planer und Hersteller einholen.