Farbkonzept-Generator für Tiefgaragen

Farbkonzept für Tiefgaragen und Parkhäuser im 3D-Modell entwerfen, RAL-Farben kombinieren, Ergebnis als PDF exportieren.

Was leistet der Farbkonzept-Generator?

Der Baulix-Farbkonzept-Generator richtet sich an Planer, Bauherren und Betreiber, die für eine Tiefgaragen- oder Parkhaussanierung ein farbliches Gestaltungskonzept entwerfen. Statt Farbmuster auf Skizzen zu legen, lässt sich das Konzept direkt im 3D-Modell ausarbeiten und visuell prüfen.

Boden, Wände, Stützen, Markierungen und Sondersymbole sind separat einfärbbar. Hinterlegt sind die gängigen RAL-Klassik-Farbtöne, gruppiert nach Farbfamilien. Die Stellplatzkonfiguration deckt Normalplätze, Frauen-, Behinderten- und E-Lade-Plätze ab. Markierungsstil, Pfeile, Sperrflächen und Zebrastreifen werden in den Optionen geschaltet.

Das Ergebnis lässt sich als PDF mit Projektnamen, Ort und Ersteller exportieren und an die ausführende Firma übergeben. Wichtig: Bildschirm- und Druckdarstellung können von der tatsächlichen Farbwirkung im Bauwerk abweichen. Die Bemusterung am Objekt vor der Auftragsfreigabe bleibt unverzichtbar.

Häufige Fragen

Wofür dient ein Farbkonzept in der Tiefgarage?

Ein Farbkonzept legt fest, wie Boden, Wände, Stützen und Markierungen einer Tiefgarage farblich gestaltet werden. Es dient erstens der Orientierung der Nutzer, etwa durch farbliche Trennung von Fahrbahn und Stellplatz, durch nummerierte Plätze und durch Kennzeichnung von Sonderflächen. Zweitens erfüllt es eine gestalterische Funktion: hellere Beschichtungen reflektieren mehr Licht, machen die Tiefgarage einladender und stützen das subjektive Sicherheitsempfinden. Drittens ist das Farbkonzept Teil der technischen Spezifikation für die ausführende Firma und Grundlage für die Bemusterung mit dem Auftraggeber.

Welche RAL-Farben eignen sich für Stellplatzflächen?

Üblich sind helle Grautöne wie RAL 7035 Lichtgrau, RAL 7037 Staubgrau oder RAL 7038 Achatgrau. Sie reflektieren Licht, kaschieren Reifenspuren leidlich und harmonieren mit klassischen Markierungen in RAL 9010 Reinweiß oder RAL 9016 Verkehrsweiß. Farbige Stellplatzflächen wie RAL 3020 Verkehrsrot oder RAL 5017 Verkehrsblau werden gezielt für Sonderbereiche eingesetzt: Behindertenplätze, Frauenparkplätze, E-Lade-Plätze. Die Auswahl hängt vom verwendeten Beschichtungssystem ab, weil nicht jeder Farbton in jedem System verfügbar ist. Die Hersteller liefern auf Anfrage RAL-Auszüge je System.

Wie unterscheiden sich Markierung und Beschichtung farblich?

Die Beschichtung ist die flächige Fahrbahn- oder Stellplatzfarbe. Die Markierung ist die linien-, pfeil- und symbolbezogene Kennzeichnung darauf. Beschichtungen werden meist in Grautönen ausgeführt (RAL 7035, 7037, 7038), Markierungen in Weiß (RAL 9010, 9016) oder in Sonderfarben für Hinweise. Beschichtungssysteme nach TR Instandhaltung, etwa OS 8 oder OS 11, sind in einer begrenzten Zahl Farbtöne verfügbar; Markierungen dagegen in nahezu jedem RAL-Ton lieferbar. Der Farbkontrast zwischen Beschichtung und Markierung ist normativ nicht hart geregelt, sollte aber für Lesbarkeit ausreichen.

Welche Farben sind für Behindertenstellplätze normativ vorgegeben?

Das Symbol für Behindertenstellplätze ist in der ISO 7000-Symbolbibliothek genormt: weißes Rollstuhlsymbol auf blauem Grund, typisch RAL 5017 Verkehrsblau oder RAL 5015 Himmelblau. Die Bodenfläche selbst kann eingefärbt werden, häufig ebenfalls in Blau, ist aber nicht zwingend. Für Frauenparkplätze existiert kein bundesweit einheitliches Farbschema; üblich ist eine helle Grundfläche mit Symbol in Magenta- oder Rottönen. E-Lade-Plätze werden meist mit Grünflächen oder grünem Symbol gekennzeichnet, eine Norm dafür gibt es nicht. Im Zweifel kommunale Vorgaben prüfen.

Wie wird das Farbkonzept ans Bauunternehmen übergeben?

Das aus dem Generator exportierte PDF enthält die 3D-Ansicht und die zugeordneten RAL-Codes pro Bauteil. Es kann zusammen mit dem Leistungsverzeichnis an die ausführende Firma übergeben werden. Vor der Ausführung erfolgt die Bemusterung am Objekt: der Beschichtungshersteller liefert ein Farbmuster (z.B. 200×200 mm) auf dem geplanten Untergrund. Erst nach schriftlicher Freigabe durch den Auftraggeber wird die Fläche ausgeführt. Die im Generator angezeigten Farben sind Anhaltswerte. Maßgeblich ist die Bemusterung im Bauwerk, weil Lichtverhältnisse, Untergrund und Beschichtungssystem die Wirkung erheblich verändern.

Worauf beim Drucken vs. Bemusterung achten?

PDF-Druck und Bildschirm bilden Farben über das RGB- oder CMYK-Modell ab, RAL-Farben sind aber pigmentbasiert. Die digital angezeigte Farbe entspricht damit nicht zwingend dem Eindruck im Bauwerk. Verbindlich ist allein die RAL-Nummer als Spezifikation. Der gedruckte oder dargestellte Farbton dient als Vorschau und kann abweichen. Bei der Bemusterung wird auf dem realen Untergrund mit dem realen Beschichtungssystem geprüft. Das Beschichtungssystem verändert die Farbwirkung gegenüber einem RAL-Fächer auf Papier teils erheblich. Daher immer mit Original-Material auf der Original-Fläche bemustern.