Helle, ruhige Tiefgaragen-Optik mit kurzen T-Linien, Reinweiß-Wänden und dezenten Sockeln — ohne Sonderelemente, maximale Reflexion.
Hohe Helligkeit bei reduziertem Markierungsaufwand. Geeignet für Wohnanlagen ohne besondere Anforderungen.
Helle Farbtöne (Lichtgrau RAL 7035, Reinweiß RAL 9010) sorgen für hohe Flächenreflexion und unterstützen eine effiziente Beleuchtungsplanung. Die konkrete Lichtleistung ergibt sich aus der projektbezogenen Lichtberechnung.
| Bauteil | RAL-Code | Farbname | LRV |
|---|---|---|---|
| Fahrgasse | RAL 7047 | Telegrau 4 | ≈ 51 |
| Stellplatz | RAL 7035 | Lichtgrau | ≈ 59 |
| Wand | RAL 9010 | Reinweiß | ≈ 84 |
| Wandsockel | RAL 7035 | Lichtgrau | ≈ 59 |
| Stütze | RAL 9010 | Reinweiß | ≈ 84 |
| Stützensockel | RAL 7035 | Lichtgrau | ≈ 59 |
| Stellplatzlinie | RAL 9010 | Reinweiß | ≈ 84 |
| Stellplatznummer | RAL 7043 | Verkehrsgrau B | – |
LRV (Light Reflectance Value, 0–100) ist Richtwert für matte Standard-Anstriche; Glanzgrad, Schichtaufbau, Hersteller und Verschmutzung können zu Abweichungen führen.
Wohnanlagen-Tiefgaragen brauchen kein Leitsystem für Fremdverkehr. Bewohner kennen ihre Stellplätze, Besucher sind selten. Wichtig sind Helligkeit, Sauberkeit und ein zurückhaltendes Erscheinungsbild. Dieses Konzept ist bewusst minimal: Stellplätze in Lichtgrau RAL 7035, Fahrgasse einen Hauch dunkler in Telegrau 4 RAL 7047 als ruhiger Helligkeitsabsatz, dazu eine kurze T-Markierung als einzige Gliederung. Wand und Stütze in Reinweiß RAL 9010, die Sockel in Lichtgrau RAL 7035 dezent abgesetzt — gerade so viel Linierung, wie für die Stellplatzdefinition nötig ist. Die kurze T-Markierung verbraucht weniger Markierungsfarbe, wirkt aufgeräumter als die Vollumrandung und reduziert die visuelle „Geräuschkulisse“ der Garage. Gesamtreflexion ist hoch — die Beleuchtungsstärke kann auf das energetische Minimum reduziert werden, ohne dass die Garage düster wirkt.
Hohe Bodenreflexion verstärkt jede Lampe und kann das subjektive Sicherheitsempfinden positiv beeinflussen. Die tatsächliche Beleuchtungsstärke ist über eine projektbezogene Lichtberechnung nachzuweisen.
Bei der kurzen Variante reicht der Schenkel nur ca. 1 m in den Stellplatz. Das wirkt aufgeräumter, verbraucht weniger Farbe und bleibt funktional gleichwertig.
Die Wahl des Beschichtungssystems (z. B. OS 8 oder OS 11) richtet sich nach Untergrund, Beanspruchung und Anforderungen — nicht nach der Farbe. Bei sehr hellen Bodentönen Schichtdicke und Untergrund-Vorbereitung sorgfältig planen, sonst werden Schattierungen sichtbar.
Die Auswahl des Beschichtungssystems erfolgt projektbezogen anhand von Untergrund, mechanischer und chemischer Beanspruchung, Rissbildung, Rutschhemmung sowie den Vorgaben des Herstellers — nicht anhand von Farbgebung oder gestalterischem Konzept. Welche OS-Klasse passt, ergibt sich aus der bauphysikalischen Situation und dem Nutzungsprofil. Vor Ausführung verbindliche Bemusterung am Bauteil und Freigabe durch Planer und Hersteller einholen.